Blütenstraße
Blütenstraße Blüthenstraße
| ||
---|---|---|
Straße in München | ||
Basisdaten | ||
Ort | München | |
Maxvorstadt | Universität | |
PLZ | 80799 | |
Name erhalten | 1877 Erstnennung[1] | |
Anschlussstraßen |
| |
Querstraßen |
| |
![]() ![]() |
| |
![]() |
| |
![]() |
| |
Nutzung | ||
Nutzergruppen | Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge | |
Technische Daten | ||
Straßenlänge | 210 m | |
Straßennamenbücher | ||
(1894), Rambaldi | S. 48 Nr. 89 (Blüthenstraße) | |
(2016), Dollinger | S. 46 | |
Straßen-ID | 00599 |
Die Blütenstraße in der Maxvorstadt ist eine kurze Verbindung zwischen der Barer Straße und der Türkenstraße.
Die Straße wurde 1877 unter der Bezeichnung Blühtenstraße erstmalig genannt. Sie war ehedem ein kleiner Feldweg, der durch blühende Wiesen führte. Diese Herleitung des Namens ist evtl. eine Idee aus neuerer Zeit. Die älteren Adressbücher von München führen als Erklärung der Namensgebung ein schlichtes unbekannt an.
Im mittleren Straßenverlauf geht sie in einer Richtung in die Nordendstraße über, die sich nach Schwabing hinzieht.
Fassadenvergleich
Gebäude
Bei der Hs-Nr. 2, erbaut nach Plänen von dem Baumeister Heinrich Lehmpuhl (Wohnhaft in der Findlingstraße 23.) in den Jahren 1888 bis 1889, handelt es sich um einen Gebäudekomplex mit einer reich gegliederten unverputzten Backstein-Fassade.
Die Gestaltung und Bebauung der Blütenstraße mit den Hausnummern 2 und 4 zog sich einschließlich Eckhaus mit einem hoch aufragendem Turm, bis zur Nordendstraße hin.
Die Stockwerkshöhe, der an der schmalen Straße stehenden Häuser, ging nicht über den 3. Stock hinaus. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser Straßenzug stark in Mitleidenschaft gezogen, nachmals verschwanden bis auf Hausnummer 1 und 2 fast alle Merkmale dieser mit niedrigen Mietshäusern bebauten Straße.
Blütenstraße - Straße der Menschen mit Liebe zur Malerei
Bereits in den späten 1890er-Jahren wohnte der Kunstmaler Rudolf Wilke in der Blütenstraße. In der Blütenstraße 3 im Rückgebäude 2. Stock eröffnete Watin im Jahr 1905 eine Mal- und Zeichenschule. Eine weiterer Künstler ist Walter Thor, der ebenfalls in der Blütenstraße 21 im Rückgebäude im 2. Stock eine von Theodor Hummel gegründete Mal- und Zeichenschule führt. Hummel selbst wohnte seinerzeit auf Blütenstraße 12 im 3. Stock. Ein weiterer Leiter dieser Malschule wird Wladimir Magidey. Iga Ströver finden wir für einige Jahre in der Blütenstraße 17 im 3. Stock. Ebenso auf 17 im 3. Stock wohnte noch bis mitte der 1890er Jahre für einige Zeit die Malerin Elise Mahler. Im Rückgebäude im 1. Stock wohnte zeitgleich die Kunstmalerin Antonie Kempe. Eine weitere Bewohnerin des Hauses Nummer 2 war in den 1910er-Jahren die Malerin Marie Weger-Kleinbardt die später nach Pasing umzog, und schließlich nach Amerika auswanderte. (* 1882 Schwaben, † 1980 New York).
Lage
>> Geographische Lage von Blütenstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)
- in der Nähe: Akademie der Bildenden Künste