Trambahnlinie 8: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 27. Februar 2018, 17:45 Uhr
Am 22. November 1975 fuhr in München letztmalig ein Zug der Linie 8 der Münchner Tram. Denn mit der Eröffnung der U-Bahnstrecke zwischen Goetheplatz und Harras wurde die legendäre Weiß-Ferdl-Linie unter großer Anteilnahme der Münchner eingestellt. Zu ihren Hochzeiten war die Linie 8 mit über 20 Kilometern Strecke die längste Linie und verband die damaligen Neubaugebiete Hasenbergl und Fürstenried mit der Innenstadt, zeitweise sogar im 3-Minuten-Takt.
Das im Takt der Schienenstöße, gedanklich in einem Wagen mitfahrend, zu singende Lied vom "Wagen der Linie 8" wurde bei Einheimischen, Zugereisten und Touristen zum verklärten Sinnbild einer vergangenen Zeit. Die bekannteste Fassung wird von Weiß Ferdl gesungen.
Auch das Kundenmagazin der MVG nannte sich bis Ende 2011 nach dieser eingestellten Verbindung "Linie 8".
Streckenführung
Der Großteil der Strecke, besonders im Innenstadtbereich, bestand aus im Straßeniveau eben versenkten Gleisen. Die 1963/64 zuletzt eröffneten Bauabschnitte zwischen Scheidplatz und Hasenbergl und auch zwischen Hofmannstraße und Fürstenried-West wurden bereits als eigenständige Gleistrasse ausgeführt, die die Ausnutzung der Fahrzeughöchstgeschwindigkeit ermöglichte. Auch wurden große Straßenknoten mittels Unterführungen kreuzungsfrei unterquert. Der letzte Rest der ursprünglich längsten Linie Münchens ist heute nur noch zwischen Sendlinger Tor und Scheidplatz in Betrieb.
- Zur Station Siedlung am Hart:
- Die Haltestelle Siedlung am Hart hieß ursprünglich Rathenaustraße. Bis zum Weiterbau der Linie zum Hasenbergl wendete die Linie 8 am Harthof, die Fahrgäste mussten in den Omnibus umsteigen.
- Da der Haltestellenname für die neue Haltestelle an der Schleißheimer Straße gebraucht wurde, erhielt sie diesen Namen, den sie bis zur Einstellung der Strecke 1992 behielt.
Relikte der Strecke
Die Wendeanlage am Ratzingerplatz und auch die Endschleife Hasenbergl sind beinahe unverändert erhalten geblieben, wobei der Ratzingerplatz in einen Dornröschenschlaf verfallen ist, dagegen der ehemalige Endpunkt Hasenbergl von der Jugend in Beschlag genommen wurde.
Die beiden Unterführungen im Süd/Westen der Strecke sind noch erhalten. Die Unterführungen unter der Olympiastraße wird nun als Fuß-/Radweg genutzt. Die ehemalige Unterführung am Petuelring wurde während des Baus des Petuel-Straßen-Tunnels noch als Bauzufahrt genutzt und anschließend zugeschüttet.
Die eigenständige Trasse zwischen Petuelring und der ehemaligen Haltestelle Siedlung am Hart wurde zu einem wunderschönen Radweg ausgebaut.
In der Schleißheimer Straße zwischen den ehemaligen Haltestellen Rathenaustraße und Hasenbergl findet man immer noch einzelne Gleisreste. Auch sind dort noch immer die speziellen Lichtmasten zu finden, an denen auch die Oberleitung montiert war. Zunehmend wird aber der ehemalige Gleisraum in der Schleißheimer Straße anders genutzt.
Die Wendeschleife Fürstenried West wird nun im umgebauten Zustand vom Busverkehr als Busbahnhof genutzt.
Obwohl der Straßenbahnverkehr bereits seit 1976 aufgegeben wurde, findet der aufmerksame Beobachter an vielen Häusern in der Lindwurmstraße noch die Fahrleitungsanker.