Giesinger Berg
Giesinger Berg | ||
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Straße in München | ||
Basisdaten | ||
Ort | München | |
Obergiesing-Fasangarten | Obergiesing | |
PLZ | 81543 | |
Name erhalten | 1894 Erstnennung[1] | |
Anschlussstraßen |
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Querstraßen |
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Nutzung | ||
Nutzergruppen | Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge | |
Technische Daten | ||
Straßenlänge | 290 m | |
Straßennamenbücher | ||
(1894), Rambaldi | 210 | |
Straßen-ID | 01501 |
Der Giesinger Berg ist eine Straße im Zentrum von München-Giesing. Er führt von der Humboldtstraße bergauf zur Martin-Luther-Straße. Der Berg entstand in der Eiszeit als Teil des östlichen Isarhochufers. Später verbindet er als Weg das auf der Isarhangkante gelegene ehemalige Bauerndorf Obergiesing an der Ichostraße mit den Siedlungen im Tal am Kolumbusplatz.
Das im 18. und 19. Jahrhundert ansteigende Verkehrsaufkommen machte die steile Berggasse zu einem gefährlichen Wegstück. Das prominenteste Verkehrsopfer war der Unternehmer und Erfinder Joseph von Utzschneider (1763–1840, Zuckerfabrikant). Seine Kutsche kippte und überschlug sich am 31. Januar 1840 in der „Loherwirtskurve“. Der Begradigung der Gasse musste 1888 auch die alte Heilig-Kreuz-Kirche weichen.

Ab 1896 fuhr die Trambahn über den Giesinger Berg, die erst 1983 eingestellt wurde[2].
Während der Revolutionszeit nach dem Kriegsende 1918 wurde 1919 der Giesinger Berg gegen Reichswehrtruppen und Freikorpsverbände, die München besetzen wollten, zwei Tage lang (letztlich erfolglos) verteidigt.
Seit mehreren Jahren gibt es Überlegungen, eine Fußgänger- und Fahrradbrücke von der Heilig-Kreuz-Kirche zum gegenüber liegenden Giesinger Bräu (bzw. zur Bergstraße dahinter) zu bauen. Damit würde eine Lücke an der größtenteils verkehrsarmen Verbindung entlang der oberen Isarhangkante vom Gasteig bis nach Grünwald geschlossen werden. In einem Alternativkonzept einer Bürgerinitiative wird die völlige Umgestaltung des Verkehrsknotenpunktes in einen untertunnelten, verkehrsfreien Giesinger Kirchplatz vorgeschlagen.
Verkehrsplanung
Die Martin-Luther-Straße und der Giesinger Berg sollen einen Radweg erhalten, für den eine Kfz-Fahrspur zurückgebaut wird. Die Radverbindungen werden in der Martin-Luther-Straße zunächst provisorisch gelb markiert und deutlich verbreitert, eine Kfz-Fahrspur pro Richtung entfällt. Nach einem Jahr wird geprüft, ob sich die entfallene Fahrspur und der markierte Radfahrstreifen auf den Kfz-Verkehr und die Verkehrssicherheit auswirken. Die Fußwege werden leicht verschmälert, sind aber weiterhin ausreichend breit. Es entstehen neue Fahrradabstellplätze; außerdem werden neue Bäume für ein besseres Stadtklima gepflanzt.
An der Kreuzung zwischen Martin-Luther-, Silberhorn-, Ichostraße und Giesinger Berg werden im Sinne der Verkehrswende Fahrspuren für Autos reduziert und so mehr Platz für den Radverkehr, den Fußverkehr und die Begrünung gleichermaßen geschaffen. In alle Richtungen werden nahtlose Radverbindungen angeboten[3].
Lage
>> Geographische Lage von Giesinger Berg im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)
Einzelnachweise
- ↑ Stadtgeschichte München: Giesinger Berg
- ↑ Freunde des Trambahnmuseums München: Giesinger Berg
- ↑ Rathaus-Umschau 116/2023: Radentscheid: Stadtrat beschließt drei weitere Maßnahmen
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