Siemens Neuperlach
Siemens hat in Neuperlach eine moderne Zentrale und viele Arbeitsplätze geschaffen.
Auf dem Gelände in Neuperlach war lange Zeit die IT-Abteilung von Siemens beheimatet. Die von außen etwas seelenlos erscheinenden Gebäude waren bald unter dem Spitznamen „Datasibirsk“ bekannt[1].
Wie schnell sich in der digitalen Technik alles verändert und manchmal neuestes Wissen sehr alt ist, konnte Siemens in den 1980er-Jahren mit dem Werk an der Balanstraße erleben. Hier sollten die damals neuesten Chips hergestellt werden. Aber die Japaner waren schneller und bauten Chips mit viermal mehr Speicherplatz. So war das Werk an der Balanstraße nur noch Schrott und wurde zwar neu, technisch aber veraltet, unbenutzt abgerissen.
Die Forschungsabteilung von Siemens Neuperlach soll künftig ans Forschungszentrum Garching verlagert werden. Genau wie in Sendling können dadurch auf dem bisherigen Firmenparkplatz zahlreiche Wohnungen gebaut werden[2][3].
Ab 2025 will Siemens das Gelände in Neuperlach aufgeben. Von den 6.000 Beschäftigten sollen viele, aber nicht alle in einem siebengeschossigen Bürokomplex am Südende des Werksviertels Platz finden[4].
Einzelnachweise
- ↑ Der Spiegel, 29.10.1984: Elektronik: Projekt Mega
- ↑ Münchner Merkur, 3. August 2023: Garching Forschungscampus: Siemens verlegt komplette Abteilung nach Garching
- ↑ Rathaus-Umschau 234/2023: Stadtrat bringt über 2.500 neue Wohnungen auf den Weg
- ↑ Süddeutsche Zeitung, 24. März 2025: Aus für das „Legoland“: Siemens zieht sich aus Neuperlach zurück (Bezahlschranke)