Albrecht Bernstorff
Graf Albrecht von Bernstorff (* 6. März 1890 in Berlin, † 23. oder 24. April 1945) war zeitweise ein deutscher Diplomat und ein Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er war von 1923 bis 1933 an der Deutschen Botschaft in London London tätig. 1933 wurde er von den NS-Machthabern in den einstweiligen Ruhestand versetzt, weil er den Nationalsozialismus von Beginn an abgelehnt hat. 1940 verhafteten die Nazis Bernstorff und deportierten ihn in das KZ Dachau für mehrere Monate.
Bis zu seiner erneuten Verhaftung 1943 half er verfolgten Juden und war Mitglied des Solf-Kreises, einer bürgerlich-liberalen Widerstandsgruppe. Bernstorff konnte durch seine Auslandskontakte Verbindungen mit einflussreichen Kreisen für den Widerstand knüpfen, was der Vorbereitung des Hitler-Attentats am 20. Juli 1944 diente. Nach seiner erneuten Verhaftung wurde Bernstorff im Gestapo-Hauptquartier und ab Februar 1944 im KZ Ravensbrück inhaftiert. Ende April 1945 wurde er von der SS ermordet.
![]() |
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Albrecht_Graf_von_Bernstorff in der deutschsprachigen Wikipedia. Die Liste der AutorInnen befindet sich in der dortigen Versionsliste. Wie im MünchenWiki stehen alle Texte der Wikipedia unter einer Lizenz zur Freien Dokumentation. |