Oberbayern
Dieser Artikel behandelt Bezirk und Regierungsbezirk Oberbayern; nicht das wittelsbachische Teilherzogtum Oberbayern-MünchenW.
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Oberbayern ist in Bayern sowohl ein Bezirk (mit dem Bezirkstag als Parlament) als auch auch ein Regierungsbezirk, also eine Verwaltungsuntereinheit der Landesregierung.
Die Bezirke sind in Bayern Selbstverwaltungskörperschaften, zu denen sich mehrere Kreise zusammengeschlossen haben. Die Kreise eines Bezirks gehören jeweils zu einem gleichnamigen Regierungsbezirk, dem Zuständigkeitsgebiet der Bezirksregierung (oft nur kurz Regierung) als staatlicher Mittelbehörde. Anders als bei den Landratsämtern, die gleichzeitig staatliche und kommunale Behörde sind ("Janusköpfigkeit"), existieren hierfür in Bayern mit den Bezirksverwaltungen und den Regierungen getrennte Behörden.
Oberbayern liegt im Südosten des Freistaats und grenzt im Süden und Osten an Österreich, im Nordosten an Niederbayern und die Oberpfalz, im Nordwesten an Mittelfranken und im Westen an Schwaben. Verwaltungssitz des Bezirks und gleichzeitig Regierungssitz des Regierungsbezirks ist München.
Oberbayern ist eine Bezeichnung für eine administrative Einheit, deren Grenzen sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert haben und keine Rücksicht auf Stammes- oder Sprachgrenzen genommen haben. Insbesondere gibt es keinen spezifisch oberbayerischen Dialekt. Der Begriff „Oberbayern“ erscheint zum ersten Mal im Jahre 1255 bei der bayerischen Landesteilung. Die Ausdehnung war jedoch ursprünglich eine andere: Der Chiemgau und die Gegend von Bad Reichenhall gehörten damals zu Niederbayern.
Oberbayern ist in Deutschland nach Hamburg die Region mit dem zweithöchsten Bruttoinlandsprodukt je Einwohner[1]. Die größten Städte in Oberbayern sind München, Ingolstadt, Rosenheim und Freising.
Infobox
Bundesland: || Bayern ----- Fläche: || 17.529,63 km² ----- Einwohner: || 4.279.112 (31. Dez. 2006) ----- Bevölkerungsdichte: || 244 Einwohner je km² ----- Bezirk ----- Wappen : || align="center" | Datei:Wappen Bezirk Oberbayern.png ----- Verwaltungssitz: || München ----- Homepage: || www.bezirk-oberbayern.de ----- Regierungsbezirk ----- Regierungssitz: || München ----- Homepage: || www.regierung.oberbayern.bayern.de ----- Karte -----
Gliederung
Der Regierungsbezirk Oberbayern umfasst drei kreisfreie Städte und 20 Landkreise:
Kreisfreie Städte
Landkreise
Anmerkungen:
vor der KreisreformVor der Kreisgebietsreform am 1. Juli 1972 hatte der Regierungsbezirk sieben kreisfreie Städte und 26 Landkreise: Kreisfreie Städte
Landkreise
PlanungsregionenDie oberbayerischen Städte und Landkreise werden vier verschiedenen Planungsregionen zugeordnet: Ingolstadt, München, Oberland und Südostoberbayern. GeschichteMit der ersten bayerischen Landesteilung 1255 wurde unter Ludwig dem Strengen ein selbstständiges Herzogtum Oberbayern geschaffen, das jedoch mit dem heutigen Regierungsbezirk nicht deckungsgleich war. Nach vorübergehender Wiedervereinigung 1340 wurde das Herzogtum Bayern 1392 dreigeteilt: In Oberbayern entstanden Bayern-München und Bayern-Ingolstadt, in Niederbayern Bayern-Landshut. Daneben bestand in Niederbayern als viertes Herzogtum bereits seit 1349 Bayern-Straubing. 1505 waren alle Teilherzogtümer wiedervereint. Zu Verwaltungszwecken wurde Bayern in der Folge in Rentämter, später in Kreise aufgeteilt. 1837 ließ der romantisch bewegte König Ludwig I. das französische Benennungssystem der bayerischen Kreise nach Flussnamen durch historisierende Bezeichnungen ersetzen, die die Geschichte der bayerischen Landesteile widerspiegeln sollten. Dadurch entstand aus dem Isarkrei] der Regierungsbezirk Oberbayern. Stadt und Landgericht München bildeten bis 1838 den Isarkreis, der aber dann in Oberbayern umbenannt wurde. Nachdem Bayern 1806 zum Königreich aufgestiegen war, erfolgte 1808 eine grundlegende Reform, bei der das Staatsgebiet nach französichem Vorbild in 15 "Kreise" eingeteilt wurde, die nach Flüssen benannt wurden. Dabei entstand der "Isarkreis" mit der Hauptstadt München. Damit entstand Oberbayern ungefähr in den heutigen Grenzen. Die heutige Unterteilung ist ein (Nachkriegs-) Ergebnis der neuen Verfassung von 1946 und der Gebietsreform von 1972. WirtschaftDie Arbeitslosen-Quote in Oberbayern betrug im November 2007 4.1 Prozent. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Oberbayern einen Index von 169.3 (EU-25:100) Etwa 1,6 Millionen Menschen in Oberbayern sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, über eine Million davon im Dienstleistungssektor. Weniger als 500.000 arbeiten im produzierenden Gewerbe und etwa 11.000 in Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung sowie Fischerei. BezirkKulturförderungDas Kulturreferat des Bezirks fördert überregionale kulturelle Veranstaltungen in Oberbayern. Der Bezirk Oberbayern ist auch Träger der Freilichtmuseen auf der Glentleiten und in Amerang und des Kultur- & Bildungszentrums im ehemaligen Kloster Seeon. BezirkstagZusammensetzung
¹ 1978 AUD mit Kennwort Die Grünen ² 1954 und 1958 GB/BHE Im aktuellen Bezirkstag bilden FDP, Freie Wähler und ödp eine Ausschussgemeinschaft. BezirkstagspräsidentenBezirkstagspräsidenten in Oberbayern:
Seit Juni 2000 ist Franz Jungwirth (CSU) Bezirkstagspräsident. Seine Stellvertreter sind Josef Mederer und Friederike Steinberger (beide CSU). RegierungsbezirkRegierungspräsidenten
Einzelnachweise
Weblinks
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