Utzschneiderstraße: Unterschied zwischen den Versionen
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*Münchener Morgenblatt; Thierry, 1840 7/9. 236, Anzeige, Tuchmachermeister Heinrich Laubmann. | |||
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Version vom 10. Mai 2012, 23:08 Uhr
Eine weitere Straße am Rande der alten Stadtmauer der Altstadt ist die im Jahre 1840 angelegte und 1844 nach dem Herrn Joseph Utzschneider benannte Utzschneiderstraße.
Im Vergleich zu den beiden anderen Straßen, dessen Namensgeber, die ebenso wie Utzschneider, hochverdiente Bürger der Stadt, Reichenbach und Fraunhofer, ist die Utzschneiderstraße wohl mehr ein kurzer Verbindngsarm zwischen zwei Hauptachsen des Straßennetzes. Ihr Bekanntheitsgrad ist daher eher gering anzusehen, nichtminder steht sie hier als Andenken an einen Bürger der Stadt, der sich in allen Belangen des Handels, der Modernisierung, der Gerechtigkeit und der Förderung minder Bemittelter ohne jeglichen Gedanken auf den eigenen Profit einbrachte.
Die Straße befindet sich am Südrand der Altstadt und ist einfach zu finden. Wer sich zB. auf den Weg machen will, so dient der Karl-Valentin-Brunnen als guter Ausgangspunkt. Beginnen wir am Brunnen, der Blick fällt auf die Paulaner Gaststätte im vorgelagerten Bau der Schrannenhalle, und auf die Ecke, Frauenstraße - Blumenstraße. Wir verlassen den Viktualienmarkt und treten links, neben der Gaststätte auf die Blumenstraße. Der Blick fällt auf den markanten Eckbau, ehedem von Bürklein entworfen, mit der Löwen-Apotheke im Erdgeschoss. An ihr wandern wir rechts vorbei, und stehen nach einigen Schritten schon am Eingang zur Utzschneiderstraße. Die Straße selbst ist in gut einer Minute durchquert. Besonders auffällig sind die schlichten alten Stadthäuser aus der Biedermeierzeit, die allesamt, mehr oder weniger, noch original erhalten sind. Am Ende verzweigt die Straße jeweils links und rechts in die Reichenbachstraße ab.
Erstmals im Jahre 1849 findet sich der Verlauf, und der Name der Straße in einer vierteiligen Karte der Steuer-Kataster-Kommission. Hier als Verbindung zwischen der Blumenstraße und der Rumfordstraße, mit einem leichten Knick, mit anschließender Brücke über einen der Stadtbäche. Damals stand dort, umgeben von einem Wäldchen, die im Jahre 1815 von Utzschneider gegründete, und seit 1835 von Johann Laubmann in Pacht geführte Tuchfabrik, die wohl um 1839 oder 1840 ihren Betrieb einstellte. Um die angelaufenen Schulden des Unternehmens begleichen zu können, wurde das Areal aufgeteilt, und als Bauland veräussert. Dazu gibt es einen weiteren Bericht in einer der Polizey-Anzeiger aus dem Jahre 1840. Hier heißt es am 8. August des Jahres, ua.; In der Verlassenschaftssache des geh. Rathes Ritters von Utzschneider, werden am Mittwoch den 26. August und die folgenden Tage, Morgens von 9 - 12 und Nachmittags von 3 - 6 Uhr in der Tuchfabrik am Einlaßtore, Spiegel, Tische, Fernrohre, ... öffentlich gegen gleich baare Bezahlung an die Meistbietenden versteigert....
Quellen und Nachweise
- Stadtatlas München - Karten 1832,1849.
- Münchener Fassaden, Utzschneiderstraße.
- Rambaldi, Straßennamen.
- Münchener Morgenblatt; Thierry, 1840 7/9. 236, Anzeige, Tuchmachermeister Heinrich Laubmann.