Theodor von Bischoff: Unterschied zwischen den Versionen
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Er kam 1856 als Professor für Anatomie und Physiologie an die [[LMU]] nach München (bis 1878). Er schuf wichtige Grundlagen in den Forschungsbereichen Physiologie und [[Embryologie]]. Er erkannte die Bedeutung des [[Menstruationszyklus]] (die monatliche Bereitstellung eines befruchtungsreifen Ei’s) und lieferte wichtige Beiträge zur Ei-Entwicklung von Hund, Kaninchen u. a. Vom [[Darwinismus]] hielt er nichts und lehnte [[Ernst Haeckel]]s embryologische Deutungen scharf ab. | Er kam 1856 als Professor für Anatomie und Physiologie an die [[LMU]] nach München (bis 1878). Er schuf wichtige Grundlagen in den Forschungsbereichen Physiologie und [[Embryologie]]. Er erkannte die Bedeutung des [[Menstruationszyklus]] (die monatliche Bereitstellung eines befruchtungsreifen Ei’s) und lieferte wichtige Beiträge zur Ei-Entwicklung von Hund, Kaninchen u. a. Vom [[Darwinismus]] hielt er nichts und lehnte [[Ernst Haeckel]]s embryologische Deutungen scharf ab. | ||
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Kunigunde | Kunigunde Bischoff hatte die Grabstelle 1861 ursprünglich für den Leichnam ihres Vaters, den Anatom und Physiologen [[Friedrich Tiedemann]] (* 23. August 1781 in Kassel; † 22. Januar 1861 in München) erworben, bevor die Grabstelle beim Tod ihres Mannes 1883 in das Familiengrab Bischoff umgewandelt und vergrößert wurde. | ||
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Aktuelle Version vom 11. März 2022, 19:13 Uhr
Der Arzt Theodor von Bischoff (* 28. Oktober 1807 in Hannover; † 5. Dezember 1882 in München) war Anatom, Embryologe und Physiologe an verschiedenen Universitäten.
Er kam 1856 als Professor für Anatomie und Physiologie an die LMU nach München (bis 1878). Er schuf wichtige Grundlagen in den Forschungsbereichen Physiologie und Embryologie. Er erkannte die Bedeutung des Menstruationszyklus (die monatliche Bereitstellung eines befruchtungsreifen Ei’s) und lieferte wichtige Beiträge zur Ei-Entwicklung von Hund, Kaninchen u. a. Vom Darwinismus hielt er nichts und lehnte Ernst Haeckels embryologische Deutungen scharf ab.
Für seine Forschungen zeichnete ihn die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft (F/M) mit dem Soemmering-Preis aus.
Der Nachwelt blieb Bischoff jedoch auch wegen seines vehementen Eintretens gegen ein Medizinstudium für Frauen in Erinnerung.
Das Grab
Die Grabstätte von Bischoff befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 42, Reihe 13, Platz 14, ♁Standort). Die Büste auf dem Grab stammt vom Bildhauer Christoph Roth. Ebenfalls im Grab bestattet ist Theodor von Bischofs Frau Kunigunde von Bischoff (geborene Tiedemann, * 3. März 1809, Nürnberg † 23. März 1889).
Kunigunde Bischoff hatte die Grabstelle 1861 ursprünglich für den Leichnam ihres Vaters, den Anatom und Physiologen Friedrich Tiedemann (* 23. August 1781 in Kassel; † 22. Januar 1861 in München) erworben, bevor die Grabstelle beim Tod ihres Mannes 1883 in das Familiengrab Bischoff umgewandelt und vergrößert wurde.
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